Scamnum Leibnitz klein

Als Beitrag zum Jubiläum der vor 100 Jahren erfolgten Stadterhebung von Leibnitz, schuf 2013 der Bezirksstammtisch unter Regie von Bezirksinnungsmeister Ewald Stani ein besonderes solides Kulturgut von bleibendem Wert schaffen: Eine von allen aktiven Mitgliedern geschmiedete moderne, runde Bank (lat. scamnum) erinnert an dieses historische Ereignis und belebt die Stadt zusätzlich.

Eine Bank ist mehr als nur ein Sitzmöbel, das oft mehreren Personen Platz bietet. Im Mittelalter durften auf einer Bank nur Personen Platz nehmen, die einander gesellschaftlich und im Ansehen gleichgestellt waren. Dem gewöhnlichen Volk war es verwehrt, neben Adeligen auf Bänken zu sitzen. Und so nahmen auch seinerzeit Adelige niemals auf Bänken neben dem gewöhnlichen Volk Platz.

Aus dieser Zeit stammt auch noch der bekannte Ausdruck „durch die Bank", was so viel wie ohne Unterschied bedeutet. Ohne Unterschied des gesellschaftlichen Ranges oder Ansehens soll die von den Leibnitzer Schmiede- und Schlossermeistern in beständigem Schmiedeeisen ausgeführte Bank jedem Platz bieten, der in der Hektik des Alltags innehalten und sich ausruhen möchte oder das Gespräch mit anderen Menschen sucht. Ein solches neu geschaffene Kulturgut von Leibnitz steht somit auch für ein globales Denken und eine gemeinschaftliche Kommunikation auf gleichberechtigter Ebene.

Scamnum Leibnitz 2 klein

Neben Holz ist Metall das am häufigsten verwendete Material für Bänke. Schmiedeeisen steht auch für ausgesprochene Solidität und Beständigkeit. Der für die Bank verwendete Werkstoff soll die Basis dafür bilden, dass sich bei dieser Bank-Skulptur nicht nur die Leibnitzerinnen und Leibnitzer, sondern auch die Bewohner aus dem Umlandgemeinden der Bezirkshauptstadt unbeschwert treffen und kommunizieren können. Schließlich kommen bekanntlich beim Reden die Leut´zamm. Und ein von einer Bank umschlossener Baum ist als Symbol für das Leben bekannt. So kommt hier zusammen, was zusammen gehört. Wir Meister sehen aber auch eine solche Bank als Sinnbild für einen pulsierenden Ortskern des am 27. April 1913 zur Stadt erhobenen Marktes Leibnitz. Als beliebter Kommunikationstreffpunkt belebt diese Bank natürlich auch die geistige Geschichte von und in Leibnitz. Nicht zuletzt stärkt das Projekt „Scamnum" aber auch die Gemeinschaft und die Zusammengehörigkeit, der sich an einem öffentlichen Platz zwanglos treffenden Menschen stärken".

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